Wenn es passiert ist

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ÖDP-Kreisgruppe Hildesheim für ein Moratorium beim 5G-Netzausbau

Das Gesetz verpflichtet zu zahlreichen Versicherungen. Jeder Bürger kennt sie: kein Kfz-Kennzeichen ohne Nachweis der Haftpflichtversicherung.

Daneben gibt es noch Versicherer, welche Versicherungen versichern. Allerdings gibt es für eine Sache überhaupt keine Assekuranz – Strahlungsschäden.

Während das Risiko weder für Experten noch für Ministerien kalkulierbar ist, wird der 5G-Netzausbau politisch vorangetrieben. Es ist also keine Frage der Zeit mehr, ob eine Technik, welche für militärische Zwecke erprobt wird, eingesetzt werden wird. Sie wird stattdessen bereits ohne Kennzeichnungspflicht beispielsweise in Laatzen erprobt. Darüber hinaus bieten die ersten Netzbetreiber sogar Tarife an.

Dennoch hat Belgien den Einsatz zum Wohle von Mensch und Umwelt vorerst gestoppt.

Vielleicht mag es auch an der fragwürdigen Verteilung der EU-Fördergelder gelegen haben. 700 Millionen Euro werden aus dem Haushalt zur Förderung der neuen Technologie bereitgestellt. Dahingegen wird derzeit kein Cent zur Risikobewertung verwendet.

Zahlreiche historische Beispiele können dabei als Mahnung verstanden werden. Nach der Entdeckung der Radioaktivität erlitt Marie Curie nach Jahren eine Knochenmarktschädigung.

Auch bei der neuen Funkübertragung zeigen erste Ergebnisse eine stark erhörte Sterblichkeit bei Insekten und Kleinstlebewesen. Über Jahrzehnte gewachsene Bäume neigen zum plötzlichen Laubabwurf. Ihre Lebensgrundlage wird damit einfach entzogen.

Es verdeutlicht, dass weder Mensch noch Umwelt sich schützen können. Die gegenwärtigen Planungen sehen physikalisch bedingt einen Antennenabstand von circa 100 Meter bis 150 Meter vor. Dabei sind die Ausbaupläne eines weltweiten Satellitennetzes noch nicht berücksichtigt.

„Wo privatwirtschaftliche Interessen Lebensplätze vernichtet, sollte die Politik zumindest kritisch werden“, führt Henry Kucz im Gespräch aus. „Also wird die biologische Diversität dem Dogma des Fortschritts untergeordnet, ohne das wir den bestehenden LTE-Standard in Niedersachsen flächendeckend einsetzen. Ein Statut für die Industrie wird schlichtweg als Gemeinwohlinteresse definiert.“

Es herrscht überall Stille, seitdem die Internationale Krebsagentur (IARC) diese Strahlungsart von möglicherweise krebserregend als wahrscheinlich krebserregend im April 2019 bewertet.

Auch in Niedersachsen wurden zur Erprobung Gebiete eingerichtet.

Aus diesen Gründen fordert der landespolitische Sprecher für Digitalisierung der ÖDP-Niedersachsen Henry Kucz: „Wir sehen uns in der Verantwortung, Schäden aller Art zu vermeiden.“ Er ergänzt: „Wir möchten den Netzausbau weder bremsen noch blockieren; doch zum gegenwärtigen Zeitpunkt gilt es, den größten freie Feldversuch aller Zeiten auszusetzen.“