ÖDP fordert CO2-neutrale Erwärmung des Jo-Bades

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ÖDP will klimaneutrale Fernwärmeversorgung für Jo-Bad und Wohngebiet Kalenberger Graben

Nach Vorstellungen des ÖDP-Sprechers Henry Kucz sollte am Hildesheimer Jo-Bad und im Wohngebiet Kalenberger Graben ein weiteres Fernwärmenetz aufgebaut werden. Ermöglicht werden soll dies durch eine Kooperation zwischen der Stadt Hildesheim und der EVI.

Durch den ganzjährigen Wärmebedarf rentiert sich die Investition an dem Standort schneller als in einem reinen Wohngebiet. „Es ist jetzt der Zeitpunkt nicht halbe, sondern ganze Schritte zu machen,“ fordert Kucz. Er verweist zudem auf die Nachhaltigkeit durch mögliche Erweiterungen solcher Projekte.

Um eine Klimaneutralität zu erreichen, sollte die Wärme hierzu aus der Innerste und dem Hohnsen mittels Wärmepumpentechnik entnommen werden. Erste größere technische Erfahrungen sind hierzu erfolgreich gewonnen worden. Im Prinzip wird mittels Wärmetauscher der Fluss oder der See abgekühlt und die Wärme in das Schwimmbad oder in die Wohnungen geleitet. Dies hätte insbesondere in den immer wärmeren Sommern zur Folge, dass die Gewässer nicht überhitzen und dementsprechend die Gefahr von Fischsterben und übermäßigen Algenwachstum verringert wird.

Aus einem Kubikmeter Innerste-Wasser könnte man bei einer Abkühlung um nur 0,1 Grad auf der anderen Seite bereits 2 Liter Frisch- oder Heizwasser von 10 auf 60 Grad heizen.

Wenn die Wärmepumpen der Fernwärmeversorgung dann mit Fotovoltaikstrom oder Strom aus dem nahe gelegenen EVI-Wasserkraftwerk betrieben würde, wäre eine hundertprozentige Klimaneutralität gegeben. „Dies wäre ein echtes Aushängeschild für die Stadt Hildesheim und EVI,“ stellt Kucz fest. „Für die EVI wäre es auch der Eintritt in ähnliche Projekte. Allein in Alfeld, Sarstedt und Gronau gibt es 3 Schwimmbäder mit sehr ähnlichen Rahmenbedingungen im Landkreis Hildesheim.“

Kostenmäßig erwartet die ÖDP für alle ein sehr interessantes Angebot, da aus einer Kilowattstunde Solarstrom, der in großen Anlagen um die 10 Cent je kWh kostet, ca. 5 kWh Wärme erzeugt werden können – 20 Jahre lang. Für die Erzeugung derselben Menge Wärme mittels Gases oder Erdöl sind die Kosten mindestens doppelt so hoch. „Hier könnte ein Projekt starten, bei denen alle Beteiligten Geld sparen und die Umwelt entlastet wird,“ so Kucz abschließend.